WIR 60 - August 2019

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 60 Er sagte uns, dass er das erste Mal im Gebirge ist und war dankbar, dass er nicht allein im Schneesturm absteigen musste. Er sprach sehr gut Englisch, aber ich konnte mit ihm auch einige meiner wenigen russischen Vokabeln wieder auffrischen. Der Gergeti- Gletscher war nun völlig abgeblasen und deshalb mussten wir im Schneesturm nochmal von Ski auf Steigeisen wechseln. Der Rest der langen Abfahrt bot von traumhaftem Firn bis bodenlosem Schneematsch alles. Mein Freund Andreas sagt in solchen Fällen oft: „Man kann nicht immer gewinnen.“ Und so machten wir uns am nächsten Tag auf den Rückweg nach Tbilissi. Wenn man in Tbilissi war, verwundert einen gar nichts mehr. Von ultramodernen Bauten, wie die geschwungene Friedensbrücke mit 26.000 LEDs beleuchtet, bis zu verfallenen, aber bis ins letzte Detail ver- zierten Jugendstilhäusern gibt es alles. Überrascht war ich auch von der Anzahl der Hybridautos. Die vielen orthodoxen Kirchen zeugen von der Religiösität der Einwohner. Zusammen mit dem benachbarten Armenien sind die Georgier vom moslemischen Nordkaukasus, Aserbaidschan, Iran und der Türkei umgeben. Mitten in der Stadt gibt es auch eine Seilbahn zu einem botanischen Garten, in dem man stundenlang umherwandern kann. Am nächsten Tag nahmen wir auch ein skurriles Schwefelbad inclusive Massage zur Erlösung von den Strapazen der Bergtour. WizzAir brachte uns dann problemlos und planmäßig wieder heim. 49 Die Friedensbrücke in Tbilissi (Tiflis) Tbilissi (Tiflis) die Hauptstadt Georgiens

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