WIR 74 - April 2024

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR gefunden von Wolfgang Karius Bericht und Foto BNN vom 24.01.2024 Helmut Heck Verschönerung des Rheinabschnitts bei Neuburgweier wird zu Langzeit-Projekt rische Luft zieht Ausflügler auch in den Wintermonaten ans Rheinufer. Es werden aber noch Jahre ins Land ziehen, bis sie auf einer Promenade flanieren dürfen. Um es in einer zur Sache passenden Redensart zu sagen: es wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen, bis sich der Bereich bei der Anlegestelle der Baden-Pfalz-Fähre bei Neuburgweier in eine Uferpromenade verwandelt, die diesen Namen verdient. Das Gelände gehört zur Gemarkung der Gemeinde Au am Rhein, wo man auch im Interesse der Nachbarstadt Rhein-stetten schon lange Gedanken über eine funktionelle und ansprechende Neugestaltung hegt. Bereits vor zwölf Jahren stellte der damalige Bürgermeister von Au am Rhein, Hartwig Rihm, einen Zusammenhang mit dem geplanten Polder „Bellenkopf/Rappenwört“ her. Seiner Nachfolgerin Veronika Laukart (CDU) ist es nun im Schulterschluss mit dem Gemeinderat gelungen, mit dem Land eine Abmachung über die Finanzierung des Uferareal-Umbaus zu treffen. Die Regelung ist in der Vereinbarung über Bau und Betrieb des Polders enthalten, die zwischen dem Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe als Bevollmächtigtem des Landes und der Gemeinde vor wenigen Wochen geschlossen wurde. In dem kurz vor Weihnachten besiegelten Papier taucht ziemlich am Schluss unter Paragraph 13 das Schlagwort „Aufwertung Rheinuferpromenade“ vor. Die Regelung besteht aus lediglich drei Sätzen, die sich für die Kommune als Gewinn lesen lassen. So geht aus den Formulierungen hervor, dass die Realisierung der Anlage „in enger Kooperation mit der Gemeinde“ erfolgen wird – ohne in deren Kasse zu greifen. „Die Kosten für die erstmalige Herstellung dieser Maßnahmen trägt das Land“, lautet die entscheidende Zusage. Mit den Ausgaben für spätere Pflege und Instandhaltung sieht es anders aus, aber wenigstens wächst dafür das Kommunalvermögen. „Die aufgewerteten Strukturen gehen nach Abschluss der Arbeiten in Eigentum und Unterhaltspflicht der Gemeinde über“, heißt es über den Besitz- und Kostenträgerwechsel. Was am Rheinufer genau gemacht werde, „können wir sagen“, betonte Bürgermeisterin Laukart im Gespräch mit dieser Redaktion eine gewisse Planungsfreiheit. Ein „Riesending“ werde man wohl nicht hinstellen, ging Laukart mit Blick auf Folgekosten und Hochwassergefahren von überschaubaren Ausmaßen aus. Sitzgelegenheiten, ein Spazierweg am Fluss entlang, Parkplätze, nicht zuletzt Stellflächen für Wohnmobile. Über Konkretes werde zu gegebener Zeit im Gemeinderat zu beraten sein. Bis das Thema auf die Tagesordnung findet, dürfte es noch eine Weile dauern. Mit dem Polderbau solle „von Karlsruhe her“ begonnen werden, berief sich Laukart auf die Zeitplanung des RP. Das Auer Gebiet käme demnach erst in der Endphase an die Reihe. F Land finanziert neue Uferpromenade 30

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