WIR 74 - April 2024

Herausgeber: Reisemobil-Club Mittelbaden e.V. Ausgabe 74 - April 2024 e.V.

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR Vorstandswort RMC M - Weihnachtsfeier 2023 Klagen über Dreck und Partylärm Morgenstraich 2014 Bis zu 345 Euro Bussgeld drohen Erste RMC M – Ausfahrt 2024 Gallischer Spähtrupp in Colonia Neues vom Reisemobilmarkt Ist Deutschland eine Reise wert? Teil 2 WoMo – Stellplatz in Bühl ist in Betrieb Land finanziert neue Uferpromenade Sirnitzpass Ziel - Tour de France Mehr Einnahmen für Sasbachwalden Der RMC M im Kloster in Gengenbach Raute auf der Autobahn Fuß vom Gas in Österreich Die Zukunft beginnt Erstes englisches Wohnmobil Trautes Heim, Glück allein Neues aus der WoMo – Küche RMC M - Kalender 2024 Inhalt 2 47 4 8 10 13 14 18 23 24 29 30 33 34 37 38 40 41 43 44 3 46 48 4 18 24 33 38 44 29 14 47 46

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Paul Risch Liebe reisemobile Freundinnen und Freunde, ie ersten 3 Monate des Jahres 2024 sind vergangen. Leider leben wir immer noch in einer sehr schwierigen Zeit. Die Kriege in der Ukraine und Israel dauern unverändert an. Auch unsere Politiker schaffen es nicht die Rahmenbedingungen, die notwendig wären, ins Positive zu verändern. Trotzdem lassen wir uns die Begeisterung für unser Hobby, mit dem Reisemobil unterwegs zu sein, nicht nehmen. Hier noch einmal meine Bitte: da wir noch einige Termine für eine Ausfahrt nach dem Stammtisch frei haben. Habt Ihr eine Idee, Vorschlag was wir noch planen könnten? Gerne ist bei der Planung und Organisation aus unserer Vorstandschaft jemand behilflich. Nun begrüßen wir unsere „Überwinterer“ aus dem Süden herzlich und sind sehr gespannt was diese zu berichten haben. Ich freue mich euch alle wieder bei unseren nächsten Treffen zu sehen. In diesem Sinne, eine gute Zeit und herzliche Grüße Euer Paul D Vorstandswort 3 Herausgeber: Die Vorstandschaft des RMC Mittelbaden e.V. Paul Risch Alle Verantwortlichen sind über das Internet www.rmc-mittelbaden.de, oder unsere E-Mail-Adresse wir-redaktion@online.de erreichbar. Die in diesem Heft gedruckten Berichte und Briefe sind persönliche Meinungsäußerungen der WIR-Leser. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des RMC Mittelbaden e.V. Redaktion und Druck: Martin Lenz, Wolfgang Karius, Tom Milkowsky Impressum RMC Mittelbaden e.V.

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Ursula Karius chon traditionell viele Jahre richtet der RMC M seine Weihnachtsfeier aus. Ohne die aktive Beteiligung unserer Mitglieder, die diese organisiert haben, wäre dies nicht möglich – viele schöne Weihnachtsfeiern konnten wir so schon erleben. Ob urig in einer Hütte, ob fein in einem guten Restaurant oder traditionell im Elsaß, ob mit oder ohne Beiprogramm, jede hatte ihren Charme und wurde von uns gleichermaßen geschätzt. 2023 haben sich Rita und Franz Killig bereiterklärt, die Weihnachtsfeier auszurichten. Sie fand auf der Ile de Rhin auf der elsässer Seite gegenüber Breisach im Restaurant „Le Caballin“ statt. Schon früh mussten die beiden das Restaurant reservieren, da es bei den Deutschen und den Elsässern sehr beliebt ist. Direkt nebenan befindet sich ein schöner Stellplatz, da konnte ja eigentlich nichts schiefgehen, so war der Gedanke der beiden Organisatoren. Aber manchmal kommt es anders, und meistens als man denkt! Der Stellplatz war als Gruppe nicht reservierbar, Einzelreservierungen wären schwer umsetzbar gewesen. Der Retter in der Not war Hans-Peter Geppert, der über seine guten Beziehungen in Breisach auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins Stellplätze auf dem Parkplatz des Tennisclubs reservieren konnte. Und so waren die Weichen für ein Super-Wochenende gestellt. Schon am Freitagabend begann das Programm. Wir fuhren mit dem öffentlichen Bus nach Neuf-Brisach zum Weihnachtsmarkt. Dort hießen uns die Aussteller in einem nachgebauten Dorf aus dem Jahr 1700 herzlich willkommen. In ihren historischen Kostümen boten sie uns Vorführungen alter Berufe an. Unter anderem konnten wir auch eine lebende Krippe und Bauernhoftiere bestaunen. In traditionellen Ständen mit lokalem Kunsthandwerk, Weihnachtsdekorationen und regionalen Produkten fand der eine oder andere von uns eine schöne Erinnerung. Zum Aufwärmen gab es Wein und heiße Scho- S RMC M - Weihnachtsfeier 2023 4

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR kolade, die uns die Winterkälte vergessen liessen. Auch zum Essen gab es einige lokale Spezialitäten: Bredalas, Flammkuchen und Wildschwein am Spieß. Wir waren uns bei unser Rückfahrt mit dem Bus einig, dies war ein Weihnachtmarkt besonderer Art mit viel Charme und gemütlicher Atmosphäre. Ganz anders hingegen war der Weihnachtsmarkt in Colmar. Den besuchten wir am nächsten Tag mit einem extra für uns gebuchten Bus, der teilweise vom Club gesponsert wurde. Sechs Weihnachtsmärkte als Inseln der Geselligkeit mit rund 180 Buden, Weihnachtssingen und Konzerte, Shopping und schöne Ausstellungen im UnterlindenMuseum und an anderen Orten der südelsässischen Stadt lockten die Besucher. Mit 5 Hier gab es tollen Wildschwein-Spießbraten

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR diesem Angebot wurde Colmar 2017 als schönster Weihnachtsmarkt Frankreichs ausgezeichnet. Ein Lichterparcours führte die Spaziergänger durch die Fußgängerzone von einem der 6 traditionellen Weihnachtsmärkten zum anderen. Jeder Weihnachtsmarkt war ein kleines Dorf mit seinen eigenen passionierten Handwerkern. Diese Inseln der Geselligkeit, die sich an den architektonischen Stil anlehnen, spiegelten die Atmosphäre ihrer Stadt wider: behaglich und unverfälscht. Wenn da nicht die vielen Menschen wären! Klar, am Samstag ist dort besonders viel los, ein Bus nach dem anderen brachte die Besucher in die Stadt, aber so ist es nun mal: wo es schön ist, ist man selten allein! Für uns war es trotzdem ein sehr schöner Tag und wir waren froh, dass wir bis zur abendlichen Weihnachtsfeier noch etwas die Füße hochlegen konnten. Am Abend wurden wir dann auf unserer Weihnachtsfeier im „Le Caballin“ nach den Begrüßungsworten von Paul mit einem sehr guten Essen verwöhnt. Da unser 1. Vorsitzender Paul selbst für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, übernahm Franz als 2. Vorsitzender die Ehrungen. Geehrt wurden für 30 Jahre Mitgliedschaft im RMC M Annegret und Paul Risch sowie Brigitte und Martin Lenz, ausserdem sind Sabine Grethel und Rainer Braun 25 Jahre Mitglied im RMC M. Der harmonische Abend wurde abgerundet mit meiner weihnachtlichen Erzählung über ein kleines altes Wohnmobil, das an Weihnachten sein Glück mit einer neuen Familie gefunden hat. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von den Wohnmobilfreunden und von einem ereignisreichen RMC M-Jahr 2023. An dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank an alle Helfer und Organisatoren des Weihnachtswochenendes, besonders an Rita, die laut Franz die schwierigere Endphase der Planung meistern musste und an Hans-Peter, der kurzfristig einen Stellplatz organisieren konnte. 6 Franz Killig ehrt die langjährigen Mitglieder

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 73 WIR gefunden von Wolfgang Karius Bericht: Ulrich Jahn (BNN) igentümer EnBW sperrt inoffiziellen Wohnmobilstellplatz in Hundsbach ab Die Zufahrt zu der Fläche beim Wehr in Hundsbach ist mit Findlingen und Erdwällen abgesperrt worden. Für Wohnmobile ist kein Durchkommen mehr. Der Wohnmobilplatz am Hundsbach-Wehr (Aschenplatz) wurde kürzlich mit einem etwa 100 Meter langen Erdwall und Findlingen abgesperrt. „Die paar wenigen Camper“ hätten aber niemanden gestört, meint ein Betroffener. Und er vermutet: „Die EnBW hat wohl zu viel Geld.“ Das Areal oberhalb des kleinen Teiches befindet sich im Besitz der EnBW. Ein weiterer kleinerer Bereich (Wald) gehört dem Staatsforst. Unweit des Areals befindet sich das Ski- und Wanderheim des TV Hundsbach. Der zuständige Förster Thomas Bauer erklärt auf Anfrage dieser Redaktion: „Es handelt sich nicht um einen offiziellen Wohnmobilstellplatz. Probleme hat es immer wieder mit Feuer gegeben, die die Camper entzündeten, um zum Beispiel zu grillen.“ Auf Google Earth ist auf einem Luftbild eine solche Feuerstelle deutlich zu erkennen. Feuer und Wald – da schrillen nicht nur bei einem Förster die Alarmglocken. Anwohner hätten sich öfter beschwert. Mehrfach seien Partys auf dem Gelände gefeiert worden. Es habe sich dort oben regelrecht eine Community gebildet. Insbesondere Belgier und Holländer hätten den Platz angesteuert. Auf manchen Internetseiten für Wohnmobilfahrer werde für den Platz geworben. „In Erbersbronn haben wir einen wunderschönen Campingplatz“, verweist Bauer auf Alternativen in der Nähe. Dort könnten auch Abwasser und Fäkalien ordnungsgemäß entsorgt werden. In Hundsbach sei das alles in die Natur abgelassen worden. Bauer selbst ist auch gerne mit dem Wohnmobil unterwegs. Er steuert nach eigenen Angaben immer offizielle Campingplätze an. „Bei dem Gelände handelt es sich um ein Privatgelände der EnBW und nicht um einen Wohnmobilstellplatz oder öffentlichen Parkplatz“, betont der Energiekonzern. Er verweist darauf, dass Wohnmobilstellplätze offiziell genehmigt werden müssten und einen Betreiber haben müssten. „Es gab auch zu keiner Zeit Anfragen an uns, was das Abstellen von Wohnmobilen betrifft“, bekräftigt Regina König, Sprecherin der EnBW. „In den vergangenen Wochen mussten wir feststellen, dass der Platz dennoch genutzt wurde und die Nutzer ohne Genehmigung der Forstbehörde eine illegale Feuerstelle eingerichtet haben, die zudem näher als 100 Meter an der Waldgrenze lag. Damit einher ging ein hohes Risiko für Waldbrände“, so König weiter. Darüber hinaus gebe es auf dem Gelände einen Bereich, der bei Hochwasser von Überflutung gefährdet ist. Allen sei inzwischen aus den schlimmen Erfahrungen in anderen Regionen Deutschlands bewusst, wie groß das Risiko für die Menschen, aber E Klagen über Dreck und Party-Lärm 8

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 73 WIR auch für die Umwelt sein kann, wenn in solchen Fällen Fahrzeuge das Gelände nicht mehr rechtzeitig verlassen können. „Als Eigentümer des Geländes sind wir in der Verantwortung, diese Gefahren für Menschen und Umwelt zu vermeiden. Daher haben wir Vorkehrungen getroffen, dass das Privatgelände nicht mehr für Fahrzeuge zugänglich ist“, so König. Förster Bauer erinnert sich auch daran, dass vor einiger Zeit Entenküken hinter das Gitter des Stauwehrs gefallen seien und gemeinsam mit der EnBW gerettet werden mussten. Sie seien vermutlich vor den Menschen (Campern) geflüchtet. Aus diesen Gründen sei die EnBW über die Zustände auf dem Areal informiert worden. Und habe das Grundstück jetzt abgesperrt, wie die Sprecherin des Energiekonzerns bekräftigte. Überhaupt gibt es immer mehr Wohnmobiltouristen in der Region. „Wo die Leute sich überall hinstellen, ist Wahnsinn“, meint Forbachs Bürgermeister Robert Stiebler. Größtes Problem seien die Abfälle, die viele Nutzer auf den Parkplätzen liegen lassen würden. An manchen Tagen seien etwa die Parkplätze an der Schwarzenbach-Talsperre überfüllt. „Da braucht man schon eine Strichliste, um alle Wohnmobile zählen zu können“, sagt Stiebler. Die meisten würden dort einen Tag stehen. Es habe aber auch schon Urlauber gegeben, die drei Tage am gleichen Standort die Natur genossen und ihr Wohnmobil abgestellt hätten. „Da habe ich das Ordnungsamt hochgeschickt“, betont der Bürgermeister und meint, dass es sich konkret um einen Einzelfall gehandelt habe. Er verweist darauf, dass es in Herrenwies und Erbersbronn offizielle Campingplätze gebe, an denen die Urlauber ihre Wohnmobile abstellen könnten. Stiebler wohnt in Herrenwies und fährt täglich an dem Stausee vorbei zur Arbeit nach Forbach. 9

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Martin Lenz m Jahre 2014 genauer vom 08.-11. März hat uns Paul nach Basel in die Schweiz zum legendären Morgenstreich gelockt. Auch heute 10 Jahre später kann man immer noch sagen „Es hat sich gelohnt“. Es waren aufregende Tage mit wenig Schlaf mit viel Feiern und ausreichend geistigen Getränken. Und als dann um 4 Uhr morgens alle Beleuchtungen inklusiv der Straßenbeleuchtung in der Innenstadt abgeschaltet wurde gab es kein halten mehr. Aus allen Straßen quollen die Cliquen mit ihren Trommeln und Pfeifen. Alle spielen zu Beginn das Marschmusikstück „Morgenstraich“. KI schreibt zu diesem Thema: „Der Basler Morgenstreich ist ein einzigartiges Erlebnis, das jedes Jahr am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens die Basler Fasnacht eröffnet. Es ist ein Spektakel aus Licht, Musik und Farbe, das die ganze Innenstadt in eine magische Atmosphäre taucht. Die Fasnächtler, die in Cliquen oder kleinen Gruppen organisiert sind, tragen kunstvoll bemalte Laternen, die ihre Sujets (Themen) zeigen. Die Cliquen I 10 Jahres-Rückblick 10

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR marschieren durch die dunklen Gassen und spielen mit Trommeln und Piccoloflöten die historische Melodie “Morgestraich”. Die Guggenmusiken, die mit ihren lauten Blasinstrumenten die Fasnacht beleben, sind am Morgenstreich nicht dabei, um die Trommel- und Piccololaute nicht zu stören“. Die wunderbar bemalten Laternen sind die einzige Lichtquelle die die Stadt erleuchten. Sie werden von einzelnen Personen oder je nach Größe von einer ganzen Mannschaft getragen oder auf Wagen gezogen. Dazu gibt es sogenannte Steckenlampen die auf langen Stangen montiert sind und teilweise vor den Laternen mitgeführt werden. 11

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR Paul, Danke für diese tolle Ausfahrt. 12

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR gefunden von Wolfgang Karius Fahrradtransport am Wohnmobil in Italien er mit dem Wohnmobil, Fahrrad-Heckträger und herausragender Ladung unterwegs ist, muss in Italien eine neue Gesetzeslage im Hinblick auf Warntafeln beachten. Das betrifft besonders auch den Transport von Skiern. Rot-weiße Warntafeln waren bis August 2023 bei Heckträgern, etwa zum Fahrrad- und E-Bike-Transport Pflicht. Seit einer Gesetzesänderung konnten Wohnmobil-Reisende darauf verzichten, wenn der Heckträger ein Wiederholungskennzeichen (gleiches Kennzeichen wie das Fahrzeug) und über eine eigene Beleuchtung verfügte. Dagegen sind Hersteller gerichtlich vorgegangen, wodurch aktuell (Stand Februar 2024) wieder die alte Gesetzgebung vorübergehend gilt. Zwei Warntafeln, wenn Ladung zu breit Diese sieht vor, dass in Italien an der überstehenden Ladung – und damit auch am Heckträger – eine Warntafel angebracht werden muss. Nimmt die Ladung die gesamte Breite des Fahrzeugs ein, müssen sogar zwei Warntafeln rechts und links am seitlichen Ende zum Einsatz kommen. So muss die Warntafel in Italien am Heckträger des Wohnmobils aussehen: • Material Metallblech • Mindestens 50 × 50 Zentimeter • Rot-weiß schraffiert mit fünf roten Streifen Eine Missachtung der Kennzeichnungspflicht kostet 80 Euro. Erst im Sommer 2024 ist mit einer weiteren gerichtlichen Entscheidung zu rechnen. Achtung bei Überbreite beim Fahrrad-Transport Der ADAC weist zudem darauf hin, dass beim Fahrrad-Transport noch ein deutlich höheres Bußgeld in Italien droht. Die Straßenverkehrsordnung sieht nämlich vor, dass Ladung zwar bis zu 30 Zentimeter in der Breite (ohne Spiegel) über die Schlussleuchten des Fahrzeugs hinausragen darf – jedoch nur, wenn es sich nicht um schwer erkennbare Ladung handelt. Nach einer neuen Interpretation des italienischen Gesetzgebers, so der ADAC, sind Fahrräder schwer erkennbar. Entsprechend dürfen sie daher am Heckträger nicht breiter als das Auto selbst sein. Das beträfe oft kleinere Pkw, so der Autoclub. Die Verfolgung ist indes in Italien nicht einheitlich, ein Verstoß kann bis zu 345 Euro kosten. Der ADAC rät, mit überstehenden Fahrrädern nicht nach Italien zu reisen. Fazit Die Gesetzgebung für den Rad-, aber auch den Ski-Transport auf Heckträgern in Italien hat sich geändert. Autofahrer müssen nun wieder eine rot-weiße Warntafel anbringen, wenn der Träger in der Länge übersteht. Bei voller Breite sind sogar zwei Tafeln nötig. Eine Missachtung kostet 80 Euro. Bei Überbreite droht in Italien ein Bußgeld bis zu 345 Euro. Der ADAC rät, mit überstehenden Fahrrädern nicht nach Italien zu reisen. W Bis zu 345 Euro Bußgeld drohen ! 13

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Bettina Henkenhaf ndlich am Freitag, den 02.02.2024 trafen wir uns zum 1. Stammtisch in Lautenbach. Wir waren 10 WoMo’s und Beate und Wolfgang Kiebel, sowie Doris und Reinhard Schneider gesellten sich abends zum Essen in unserem Stammlokal dem „Gasthof Kreuz“ dazu. Dieses Mal wurden wir in der Gastwirtschaft und nicht im Saal mit wohlschmeckendem Essen verwöhnt. Ich persönlich fand das sehr schön. Nach den Stammtischinfos von Paul und der Vorschau aufs Programm 2024, spendierte uns Hubert (Kreuz-Wirt) einen feinen Schnaps – vielen Dank an den Spender - und der Abend ging in gemütlicher Runde seinem Ende entgegen. Am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr trafen wir Frauen uns zum gemeinsamen Spazier- gang, an der Rench entlang, während die Männer in kleinen Gruppen mit den WoMo’s zum Stellplatz nach Oberkirch fuhren. Gegen Mittag gings zum Shoppen und Kaffeetrinken in die Stadtmitte. Danach war bei einigen ein bißchen WoMo-Relaxen angesagt und für die Vorstandsmitglieder fand eine längere Sitzung in den Büroräumen von Franz Killig statt. Viele Punkte wurden besprochen und selbst unsere Spanier (Brigitte und Martin Lenz) konnten via „TEAM“ teilnehmen – hier nochmals ein herzliches Dankeschön an Franz. Ohne seine Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen. Rasend schnell verging die Zeit an diesem Samstagnachmittag und wir vom Vorstand mussten uns beeilen, dass wir rechtzeitig um 18.00 Uhr am Stellplatz waren, da wir von dort aus zum Griechen in die Stadt marschierten. Ich kann nur sagen der Grieche war supi – sehr gute Küche, nettes und zuvorkommendes Personal. Vor und nach dem Essen einen Ouzo („ich drink Ouzo, was drinksch E Erste RMC M - Ausfahrt 2024 1 4

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR du so“) und als besonderen Höhepunkt stürmte eine 35 Personen starke Faschingstruppe das Lokal und sorgte eine gute halbe Stunde für Hochstimmung. Am Sonntagmorgen waren wir alle der Meinung, dass dies wieder ein sehr schönes geselliges Wochenende im Kreise der RMCM-Familie war. Nicht alle fuhren aber nach Hause. Elli + Marian, Moni + Roland, sowie Heinz + Ich blieben noch zum Faschingsumzug in Oberkirch. Wir marschierten gegen 13.00 Uhr Richtung Stadtmitte, wo – irre viel los war – und es nur so von Menschen wimmelte. Wir suchten nach einer Sitzmöglichkeit und landeten als Ehrengäste auf der Tribüne der Stadtverwaltung. Vom Bürgermeister wurden wir per Handschlag begrüßt und mit Wein, Schnaps, Eierlikör und Wasser verwöhnt – was will man mehr. Der Umzug hatte 86 Gruppen, doch nach ca. 2,5 Stunden und bei Gruppe 42 beschlossen wir „jetzt reichts“ mit Narri Narro. Wir gingen zum Kaffeetrinken ins Mayers – auch hier war’s lustig und laut und gegen 17.00 Uhr ging’s zurück zu den WoMo’s. Elli + Marian und Moni + Roland traten dann die Heimreise an. 15

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR Heinz und Ich fuhren am Montagmorgen zum Ferienparadies „Schwarzwälder Hof“ nach Seelbach. Diesen Top - Campingplatz können wir jedem empfehlen der gerne Wellness genießt - aber nur außerhalb der Saisonzeiten. Wir hatten teilweise die zahlreichen Saunen und das Hallenbad für uns alleine – herrlich! Auch Radfahrer und Wanderer sind hier absolut richtig und natürlich das tolle Restaurant mit sehr gutem Essen. Wir genossen noch drei wunderschöne, erholsame Tage – jetzt hat uns aber der Alltag wieder – und wir freuen uns schon auf die Märzausfahrt mit Euch, unseren RMCMFreunden. * * * * * Werbung 16

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Franz (Obelix) Killig …oder korrekt „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“, so nannten die Römer einst eine ihrer Kolonien im Rheinland. edoch ganz von vorne. Wie die meisten aus unserem Club wohl wissen, haben wir mit Achim Mohr einen echten kölsche Jeck unter uns. So kam es, dass er beim Stammtisch im April 2023 den Vorschlag machte, für Interessierte eine entsprechende „Kulturreise“ nach Köln zum Karneval zu organisieren. Insgesamt schien die Neugierde hierauf recht verhalten zu sein, jedoch drei Paare, die mit Achim und Anne-Marie an dem Abend gemeinsam am Tisch gesessen haben, waren auf Anhieb begeistert von der Idee und Achim wurde mit der Organisation beauftragt. Fortan legte Achim sich ins Zeug. Es schien, als gäbe es für Ihn keine höhere Priorität als uns seinen Kulturkreis näher zu bringen. Relativ schnell stand ein Datum fest und das es zur Kostümsitzung des Reiter-Korbs „Jan von Werth“ 1925 e.V. gehen soll. In dieser KarnevalsGesellschaft ist Achim seit vielen Jahren aktives Mitglied. Stopp! Wenn schon dann exakt: Er ist Mitglied im 4. Schwadron, Dragoner-Artillerie-Korps. Insgesamt besteht das Korps aus eindrucksvollen vier Schwadronen, einer Korbskappele und einer Kinder- und Jugendtanzgruppe! Die Karnevalsgesellschaft gründet auf der historischen Figur Johann Freiherr von Werth ca. 1591 – 1652. Besser bekannt war dieser unter dem Namen Jan von Werth, der sich durch viele Schlachten gekämpft hat und so vom Söldner zum Feldmarschall-Lieutnant hochgedient hat. Sein Ruf eilte Ihm voraus, so wurde er auch “Schwarzer Hannes” oder auch „Franzosenschreck“ genannt. Allerdings wird sein Leben von einem Schicksal geprägt aus der eine von vielen Kölnern Legenden entsteht: Die Geschichte von “Jan un Griet”, eine Liebesgeschichte der verpassten Gelegenheiten. „Im Dreißigjährigen Krieg arbeitet Jan, ein Bauernsohn vom Niederrhein, “zo Köllen em ahlen Kümpchens-Hoff”. Oft denkt er über die Zukunft nach und wünscht sich einen eigenen Hof mit Land und Tieren. Aber es drängt ihn auch hoch zu Ross fremde Länder kennenzulernen. Dennoch weiß er, wo er hingehört – nicht zuletzt wegen der schönen Magd Griet. Eines Tages nimmt er seinen Mut zusammen und macht ihr einen Heiratsantrag. Aber Griet stellt sich etwas Besseres vor, sie will einen Mann, der ihr mehr bieten kann als ein Knecht. Sie lacht Jan aus: “Was glaubst Du, wer Du bist? Was kannst Du mir schon bieten? Ich suche mir den Richtigen aus, wenn ich heiraten will. Das bist Du bestimmt nicht!” Mit einem Schlag werden Jans Träume zerstört. Trotzig beschließt er, Ruhm und Ehre zu erlangen und so Griets Herz zu erobern. Als Söldner schließt er sich den Spaniern J Jan-von-Werth-Denkmal, Alter Markt Gallischer Spähtrupp in Colonia… 18

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR an, die im Krieg mit den Niederlanden stehen. Die Jahre gehen ins Land und aus dem Knecht Jan wird Jan von Werth. Er steigt in der militärischen Rangordnung stetig auf: Feldwebel, Rittmeister, Obrist und schließlich General. Das anfängliche Ziel einer raschen, erfolgreichen Heimkehr ist längst zerronnen und auch die Bilder der schönen Griet sind verblasst. In Köln verfolgt man die Karriere des Reiter-Generals gespannt, denn seine Truppen halten Handelswege offen für das Geschäft mit Kriegsgütern und anderen Waren. 1637 ist deshalb ein besonderes Jahr für die Stadt. Jan von Werth und seine Männer haben die Festung Ehrenbreitstein von den Franzosen befreit, die lange den Zugang zum Oberrhein kontrollierten und so Kölns Handel blockierten. Nun können die Rheinschiffe ihre Fracht wieder unbehelligt und sicher rheinaufwärts befördern. Eines Tages verbreitet sich eine Nachricht wie ein Lauffeuer: “Dä Jan vun Wäth kütt noh Kölle”. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Am Tor durch das er einreiten wird, versammeln sich die Neugierigen. Händler haben ihre Stände mit frischen Waren aufgeschlagen und hoffen auf gute Geschäfte. Dabei ist auch Griet, die nun Marktfrau ist. Ihr Haar ist inzwischen grau und der Glanz ihrer einstmals strahlenden Augen von leiser Wehmut getrübt. Sie hat nicht gefunden, was sie suchte. Kein Mann mit “jet an de Föß” hat je um sie gefreit. Unter dem Jubel der Menge reitet Jan von Werth durch das Stadttor, dicht gefolgt von seiner Eskorte. Plötzlich entdeckt er die Liebe seiner Jugend und steigt vom Pferd. “Bes do et, Griet?” fragt er und setzt leise hinzu: “Et is lang her, sehr lang”. Sie stellt wehmütig fest: “Jan, jetz bes do Jeneral”. Jan von Werth lächelt sanft und sagt: “Griet, wer et hätt gedonn!” Griet seufzt und antwortet: “Jan, wer et hätt gewoß!” Der Ausruf „Wer et hätt jewoss, der et hätt jedonn!" bezeichnet in der Domstadt auch heute noch eine verpasste Gelegenheit.“ [Quelle: Website des Reiter-Korps “Jan von Werth” von 1925 e.V.] Nun zurück in die Gegenwart. Wie immer im Leben schaden Beziehungen immer nur dem, der keine hat. Unser Glück, Achim hat absolut keinen Mangel an Beziehungen. So gelingt es Ihm ein tolles Programm aufzustellen. In einer weiteren geselligen Runde wurde auch schnell ein Moto für die Kostümierung gefunden. Schließlich ging es zu einem Kostümball und man sollte uns auch als Gruppe erkennen. Vielleicht lag es an der Erscheinung des neusten Asterix-Band, oder vielleicht auch an den Heimstetten einiger aus unserer Gruppe. Jedenfalls wurde das Motto Asterix & Obelix ausgelobt. Leider ist uns in den Wirren der Vorbereitungen, Asterix samt seinem Liebchen abhandengekommen. Da jedoch der Produzent des Zaubertranks, Miraculix zur Runde gehörte, waren wir trotzdem frohen Mutes die Reise wagen zu können. Am 26. Januar 2024 war es endlich so weit, die Kostüme waren beschafft und die Koffer gepackt. Da es in Köln mit unseren Reismobilen zu kompliziert gewesen wäre, haben wir uns ausnahmsweise fürs Hotel nebst Anreise mit der Bahn entschieden. Allerdings kam einige Tage vor Reisebeging die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf die Idee zu streiken. Herr Weselsky vielen Dank dafür! Was solls, fahren wir eben mit dem PKW. In Köln angekommen, haben wir als erstes im Hotel eingecheckt. Dank Achims Vitamin B, konnten wir direkt im Mercure Quartier beziehen. Im selben Gebäude ist auch der berühmte Sartory-Saal untergebracht, in dem wir für Samstag Karten für die Kostümsitzung hatten. Auch der Kölner Dom, nebst allerlei „Instituten zur Bekämpfung akuter Unterhopfung“ sind in unmittelbarer Nähe. 19

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR Nach einem schellen Orientierungs-Kölsch (hat Ähnlichkeit mit dem, was wir Bier nennen) ginge es dann am Freitagnachmittag auch direkt noch los zum Dom. Wir waren sehr erfreut, dass uns der Zutritt zum Dom ohne die wohl sonst übliche lange Warteschlange gelungen ist. Als wäre es nicht genug, dass uns dieses wirklich Imposante Gotteshaus in seinen Bann zieht, kurz nach dem wir den Dom betreten hatten, erwachten die Orgelpfeifen zum Leben und die Stimmen eines Jugendchors gesellte sich zum Orgelspiel. Wir waren alle wie vom Donner gerührt. Dieses Überraschungs-konzert in dieser Umgebung mit der gewaltigen Akustik dieses altehrwürdigen Bauwerks hat durch und durch für Gänsehaut gesorgt und bei dem einen oder anderen wurde die Rührung in Form von glänzenden Augen sichtbar. Noch ein leckerer Cappuccino in einem der Caféhäuser in der Nähe der Domplatte und es ging es auch schon zurück zum Hotel. Denn für 19 Uhr hatte Achim einen Tisch im Brauhaus Päffgen reserviert. Schnell waren vom Köbes die ersten Kölsch verteilt und zünftiges Brauhausessen bestellt, das mit dem einen oder andern weitern Kölsch hinuntergespült wurde. Übrigens: „Der Köbes versteht sich nicht als „Dienstleiter“; er ist eine Respektperson, ein autonom handelndes Subjekt, stets dem Bier verpflichtet und nie dem Gast. (...) Der Köbes hat als jemand zu gelten, der in erster Linie das Bier liebt und sich daher gern in seiner Nähe aufhält; allein sein inneres Bedürfnis, diese Liebe mit anderen zu teilen, bewirkt, dass er zu einem an den Tisch tritt und ein leergetrunkenes Glas durch ein volles ersetzt. Er tut dies ganz selbstverständlich ohne Ihre Aufforderung oder Zustimmung, stören Sie ihn nicht dabei. Stehen Sie ihm nicht im Weg. Widersprechen Sie ihm nicht. Kommen Sie nicht auf die Idee, statt Kölsch lieber Kaffee trinken zu wollen. Nicht necken; nicht füttern. Hinsetzen und austrinken.“ [Auszug: Merian, Köln, Dirk Scheurig] Am anderen Morgen machten wir uns dann auf zum nächsten Höhepunkt unserer Kulturreise. Um 11 Uhr erwartete uns „Dä Knubbelisch“ alias Ralf Knoblich, ein bekannter Büttenredner, als unser Stadtführer auf der Domplatte. Ganz nach seinem Motto „Alles, wat et em Levve jit, darf et och en ´ner kölschen Rede jevve!“ (Kölsch ist übrigens kein Dialekt, sondern e Sproch) ging es nach herzlicher Begrüßung schon los. Er erklärte uns, dass es ihm weniger um historische Fassaden, sondern mehr um die Geschichten hinter diesen Fassaden ginge. Das hat er Eindrucksvoll bewiesen. Zahlreiche Geschichten und Legenden kamen uns zu gehör. So erfuhren wir das der erste Baumeister des Kölner Dom Gerhard von Ryle so schnell baute, dass die Kölner meinten, dass da der Teufel im Spiel sei. Als Meister Gerhard bei der Kontrolle der Arbeiten durch einen Windstoß vom Gerüst viel und zu Tote Dä Knubbelisch 20

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR kam, wurde dies auch dem Teufel zugeschrieben. Seither sagt man, wenn auf der Domplatte der Wind um den Dom fegt, dass die Ursache darin liegt, dass der Teufel die Seele des armen Gerhard um den Dom jagt. So erfuhren wir auch von den 11 Jungfrauen und was diese mit den 11 Blutstropfen im Kölner Wappen zu tun haben, als auch von der Schreckenskammer mit dem Weckschnapp, dem Folterturm in die so genannten Gottesurteile gefällt wurden. In vier Stunden Stadtführung, bei der es zur Stärkung und Befeuchtung der Kehlen auch durch zwei Brauhäuser ging, habe wir so viele Geschichten und Legenden gehört, dass man damit allein ein WIR füllen könnte. Eins steht jedoch fest, für allzu zart besaitete ist die Köllner Historie nichts, da zuweilen recht grausam. Achim erweiterte die Stadtführung dann kurzerhand um einige weitere Sehenswürdigkeiten. So ging es dann noch zum „Willi Ostermann Brunnen“ und zum Denkmal von Tünnes und Schäl. Nun aber zurück ins Hotel. Schließlich stand am Abend der nächste Höhepunkt an. Kurz die Füße hochlegen und dann aber ab ins Kostüm und noch eine schnelle Stärkung am Jeckenbuffet im Hotel und voila, da sind sie: Na, erkennt ihr sie alle? Auf geht’s zur großen Kostümsitzung im Sartory-Saal. Schnell haben wir unseren Tisch erobert und wie das Leben so spielt, direkt am Tisch nebenan hatten sich Römer niedergelassen. Beim Anblick der Gallier-Horde machte sich bei den Römer auf Anhieb ein ängstliches Zittern breit. Da wir aber in kultureller Absicht unterwegs waren, haben wir den Römern natürlich kein Haar gekrümmt. Wir waren auch viel zu sehr darauf fokussiert, was da auf der Bühne dargeboten wurde. Kaum hatte der Köbis das bestellte Fass! Bier auf unserem Tisch platziert, ging es los mit dem Einmarsch des Elferrads. Diese allesamt als originalverpackte Barbie-Puppen und einem Ken verkleidet, sorgten schon für heiter Grundstimmung. Als im Anschluss die erste Band die Bühne stürmte, war das Eis gebrochen. Der gesamte Saal schunkelte und klatsche begeistert. Es folgte ein Highlight nach dem andern. So gaben sich unter anderem „Doof Noß“ als Hommage Eigelstein-Torburg v.l.: Miraculix, Troubadix, Gutemine, Falbala, Obelix, und unsere Leibwache 21

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR an den verstorbenen Hans Hachenberg, die Domstürmer, Guido Cantz, Cat Ballou und viele andere die Klinke in die Hand. Besonders beindruckend waren die Tanzgruppen. So hat die Kinder- und Jugendtanzgruppe Jan von Werth ihr Können unter Beweis gestellt und die Tanzgruppe der großen K.G. Greesberger begeisterte mit ihrer wirklich atemberaubenden Akrobatik. Insgesamt bekamen unsere Lachmuskeln und klatschenden Hände nur 20 Minuten Pause in dem von 19 bis 1 Uhr dauernden Programm. Natürlich waren wir alle auf den großen Einmarsch des Reiter-Korbs „Jan von Werth“ gespannt. Der sich auch nicht lumpen lies und kurz vor der Pause mit voller Belegschaft eindrucksvoll aufmarschierte. Äh, halt! Nicht ganz volle Belegschaft. Unsere Leibwache nahm seine Aufgabe uns zu beschützen so ernst, dass er den richtigen Zeitpunkt für den Aufmarsch verpe…. . Somit hatten wir einen weiteren Lacher! Nach diesem wunderschönen Abend machten wir uns auf und bemerkten jetzt erst, dass sich die Römer irgendwann heimlich davongeschlichen haben. Ich denke die hatten Angst, doch noch Keile zu beziehen. „Die spinnen, die Römer!“ An der Hotelbar noch ein schnelles Konter-Kölsch und wir fielen alle müde ins nahe Hotelbett. Nach einem gemütlichen Frühstück und allzeit gegenseitigen Bekundungen – Was für ein schönes Wochenende, machten wir uns auf die Heimreise. An dieser Stelle ein herzlichster Dank an Achim für die grandiose Organisation. Es besteht Wiederholungsgefahr. Wer einen Besuch in Kölle plant, sollte sich das kölsche Grundgesetz zu eigen machen: § 1 - Et es wie et es § 7 - Wat wellste maache § 2 - Et kütt wie et kütt § 8 - Mach et jot ävver nit ze off § 3 - Et hätt noch immer jot jejange § 9 - Wat soll dä Quatsch? § 4 - Wat fott es es fott § 10 - Drinkste ene met? § 5 - Nix bliev wie et wor § 11 - Do laachste dech kapott § 6 - Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet Damit kommt man in der Kölner Kultur wunderbar zurecht. Auch in hiesigen Gefilden dürfte es nicht schaden, sich den einen oder anderen Paragrafen in Erinnerung zu rufen. Zum Schluss möchte sich der Autor noch für die kulturelle Aneignung hinsichtlich Verwendung der „kölschen Sproch“ in seinem Text entschuldigen. Nochmals vielen Dank an die gesamte Truppe, es war schön mit Euch! 2 2

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Armin Gantner Liebe Vereinsmitglieder/innen des RMC M ie geht es euch? Ich hoffe ihr gestaltet und plant bereits die schönen Urlaube und Kurztrips mit euren Reisemobilen und habt in der Gemeinschaft viel Freude. Die Zeiten sind sehr turbulent und der Markt ist gegenüber den drei Vorjahren sehr zurückhaltend. Die CMT 2024 hat auch mit einem Minus der Verkaufszahlen abgeschlossen. Wobei das Interesse für Camping weiterhin ungebrochen ist. Interessenten gab es genügend. Insgesamt waren es an den neun Messetagen 234.000 Besucher. Nach unserer Prognose werden wir dieses Jahr ca. 60.000 neue Reisemobile und 22.000 Caravans in Deutschland zulassen. Das macht ein Minus von 10 %, was weiterhin über dem Vorjahr liegt und über der Stückzahl vor der Pandemie. Für die Endkunden muss man leider sagen, dass die Preise in den letzten drei Jahren eine Steigerung von über 30 % hatten und dies das Verkaufen nicht einfacher gestaltet. Die Hochpreisigen und Einstiegsmodelle gehen weiterhin sehr gut. Jetzt stellt sich die Frage: Liegt es an der verunsicherten politischen Lage? Mit der Ampel Regierung können wir auch nicht zufrieden sein. Tatsache ist, angefangen hat alles mit dem Einmarsch in die Ukraine und das ist jetzt punktgenau zwei Jahre her. Seit dort sind steigende Zinsen, Inflation, hohe Preise und die Konsumzurückhaltung sehr zu spüren, den Gaststätten geht es dadurch schlechter sowie der Bauwirtschaft im Neubaugeschäft auch. Wir Caravanhändler haben im vierten Quartal 2023 allein von „Hymer Reisemobile“ Modellserien von 2022, 2023 und schon 2024 geliefert bekommen. Aufgrund dessen, dass jetzt wieder die Liefersituation fast aller Teile gewährleistet ist. Der Markt steht somit mehr als voll. Eine Beschwerde bei unseren Lieferanten hatte nichts genutzt, die Antwort lautete: Ihr hattet ja die Fahrzeuge bestellt auch wenn es teilweise über zwei Jahre schon her ist. Auch Kunden haben ihre Fahrzeuge mit zweijähriger Lieferverzögerung jetzt erst bekommen. Das war insofern dann schwierig, da der Preis zur Bestellung nicht mehr stimmte. Mit 99 % der meisten Kunden konnten wir uns einigen. Dafür ist die Technik der Fahrzeuge noch besser und die Motoren noch sparsamer geworden. Fragen sie mich bitte nicht nach dem Elektroantrieb für Reisemobile, das wird sich in unserer Branche nicht durchsetzen. Das Überspringen wir bis irgendwann die Wasserstofftechnik kommt. Es lohnt sich allemal immer noch einen sehr sauberen neuen Diesel zu kaufen. Die Caravan Branche hat jetzt fast alle Motoren und Chassis Hersteller von Mercedes bis VW und Opel im Programm, hier sollte doch etwas für jeden dabei sein. Reisemobile waren noch nie so perfekt wie in der heutigen Zeit. Und für diese Preise kann man auch einiges Verlangen. Jetzt hoffen wir bei bester Gesundheit und schönstem Wetter, dass ihr die Saison 2024 richtig gut genießen könnt. Ich wünsche euch allen immer eine unfallfreie Fahrt. Euer RMC M Mitglied Armin W Neues vom Reisemobilmarkt 23

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR von Wolfgang Kiebel afür werden wir am nächsten Tag durch einen blauen Himmel entschädigt und können uns die Anlage – zumindest von der Ferne - etwas ansehen. Wie auch die Völklinger Hütte am Anfang unserer Reise, gehört auch der Wörlitzer Park in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte. Gegensätzlicher können aber diese beiden Anlagen kaum sein. Hier treffen wir auf weite Parkflächen mit Seen, Gärten und natürlich einem Schloss. Der Park ist somit ein richtiger Touristenmagnet und soll jährlich über eine Million Besucher anziehen. Bei unserem Besuch spüren wir allerdings wenig davon, denn die Jahreszeit ist wohl schon zu weit fortgeschritten. Auch wir sind keine typischen Schlossbesucher, interessieren uns von je her eher weniger für den Adel und deren Besitztümer und haben kaum Leidenschaft für Kunst und Architektur entwickelt. Der prachtvolle Besitz einiger weniger aus längst vergangenen Tagen ist sicher schön – aber auch ein Beweis für die ungleiche Lebensart jener Fürsten. Die irdischen Gelüste treiben uns vielmehr in den berühmten „Grünen Baum“, in dem schon Martin Luther gegessen haben soll und sorgen anschließend noch für einen Besuch im Café „Am Eichenkranz“, in dem wir uns für den späteren Genuss im Wohnmobil noch köstlichen Kuchen mitnehmen. Wir sind jetzt in Sachsen-Anhalt und fahren weiter nach Sachsen, ins schöne Dresden. Die Firma Schaffer-Mobil betreibt hier einen ordentlichen Stellplatz mit 100 Plätzen, auf dem auch größere Fahrzeuge willkommen sind. Gleichzeitig könnte man hier den persönlichen Bestand an Zubehör ergänzen, aber auch frische Brötchen fürs Frühstück bestellen. Der größte Vorteil ist aber die Lage in kurzer Distanz zum Riegelplatz, an dem die Straßenbahn ihren Wendepunkt hat und einen direkt ins Zentrum befördert. Die berühmte Frauenkirche kennen wir schon von einem früheren Besuch, doch diesmal geht es hoch hinaus auf die Aussichtsplattform in 67 Metern Höhe. Von hier aus hat man einen phänomenalen Blick über die Stadt und weit hinaus in Richtung Elbsandsteingebirge und in das Elbtal. D …Ist Deutschland eine Reise wert ? (2) 2 4

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR Dresden fasziniert auch durch die gut restaurierten und gepflegten Gebäude, die Anlagen und die wunderschöne und saubere Innenstadt. Selbst moderne Einkaufszentren inmitten der Stadt verstecken sich hinter Gebäudefronten und enthalten eine Vielzahl von Geschäften und Restaurants auf mehreren Ebenen: Man verliert fast die Orientierung beim Betreten dieser Passagen. Wollte man all die Schönheiten der Stadt aufnehmen oder gar die einzelnen Angebote an Kultur und Information besuchen, bräuchte man mehrere Tage. Doch auch das Elbsandsteingebirge mit seiner Bastei-Brücke lockt – und so planen wir schon die Weiterreise in die Sächsische Schweiz. Hier angekommen finden wir einen perfekten Parkplatz mit einem Pendelbus direkt zum Einstieg in die Felsformation „Bastei“ am rechten Ufer der Elbe. Wahre Völkerwanderungen begleiten uns diesmal über die gut erschlossenen Wanderwege zu den Aussichtsplattformen auf das Naturschutzgebiet. Wir beobachten Kletterer, die waghalsige Auf- und Abstiege an den Sandsteinen üben und wir genießen den weiten Blick 25

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR ins Elbtal bei Rathen. Die Aussichtsplattform in 194 m Höhe ist auch für ungeübte Wanderer kein Problem und daher ist der Andrang hier oben gut verständlich. Ein größerer Teil dieser Gebirgslandschaft befindet sich in der Tschechoslowakei und wir überlegen schon, ob wir unserem Vorsatz einer Deutschlandreise untreu werden und auch diese Landschaft besuchen. Doch zunächst brauchen wir einen Stellplatz für die Nacht, denn der Parkplatz lässt keine Übernachtungen zu. Auch hier hilft uns park4night weiter. In Lichtenhain bei Sebnitz wird ein Stellplatz für Wohnmobile beschrieben, der für 12.- €, die mittels einer App entrichtet werden müssen, Übernachtungen für eine Nacht zulässt. Das Gelände liegt neben einem Sportplatz und ist ruhig und sicher. Trotzdem wird es eine unruhige Nacht, denn gegen Mitternacht beginnt es heftig zu regnen – und außerdem ist mir ein glutenfreier Imbiss, den wir an der Bastei zu uns genommen haben, nicht gut bekommen. Die Nacht fällt demzufolge recht kurz aus und unser Plan über Tschechien weiterzufahren geben wir auf. Es geht also zurück Richtung Dresden und dann weiter nach Leipzig. Doch hier verlässt uns unser Glück bei der Stellplatzsuche. Die beiden zentral gelegenen Stellplätze in der Stadt entpuppen sich als völlig ungeeignet. Auf einem steht man derart eng nebeneinander, dass kaum Platz zum Aussteigen bleibt – und der andere liegt unmittelbar am Bahnhof, ist so schräg, dass selbst Hubstützen nichts bewirken und beide Plätze sind dafür unverhältnismäßig teuer. Etwas außerhalb werden nochmals zwei Plätze beschrieben, die zwar ruhig liegen, aber ebenfalls ungeeignet sind. Der eine Platz entpuppt sich als Falschmeldung und auf dem anderen finden scheinbar Treffen bestimmter Art statt. Und für eine einfache Übernachtung ohne Komfort werden 25,- € verlangt, die mittels App bezahlt werden sollen. Wir fahren weiter und Leipzig hat zwei Besucher weniger. Der Tag ist noch jung und so geht es schon in Richtung Heimat. Wir suchen und finden in Eisenberg einen netten Stellplatz neben einem Privatzoo, den wir am nächsten Tag auch gleich besuchen. Hier werden wir von der Zoo-Katze empfangen, die uns zumindest die erste Zeit im Zoo begleitet. Hier darf man Tiere füttern und erhält dafür am Eingang geeignete Tüten mit entsprechendem Inhalt. Nur Katzenfutter ist nicht dabei. Am Abend genießen wir dann selbst ein wirklich gutes vietnamesisches Essen im Restaurant „Mekong“ und entdecken dabei die nette Innenstadt. Nun beginnt die letzte Woche unserer Reise und wir kommen zurück in bekanntere Gefilde. Bei Bamberg wird uns in Bischberg ein neu angelegter Wohnmobilhafen offeriert, der direkt am Main liegt und 250 SP besitzt. Auch hier unterhalten wir uns lange mit dem Inhaber der Anlage, der von einigen Wohnmobileignern recht enttäuscht ist. Er berichtet von negativen Kommentaren, weil einige das moderne Abrechnungssystem mittels Smartphone nicht beherrschen und deshalb 26

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR unwirsch reagieren. Er hat in den Stellplatz richtig viel Geld investiert, bietet moderne Duschen und Sanitäranlagen an – und hat die Stellflächen in drei Kategorien aufgeteilt. Nur in der teuersten Gruppe (rot) erhält man einen Zugangscode für das Sanitärgebäude. Wir entscheiden uns für „blau“ und haben Anspruch auf Stromanschluss, der dann nach Verbrauch abgerechnet wird. In der billigsten Kategorie für 14,- € ist nur die reine Stellplatznutzung ohne alles vorgesehen. V/E ist aber immer möglich, wobei das Trinkwasser mit 2.- € / 200 l bar an der Zapfsäule entrichtet werden kann. Zugegeben, etwas verwirrend das Ganze, aber gerecht und einfach in der Handhabung - wenn man ein Handy hat und die Software funktioniert. Der Platz liegt unmittelbar neben einem Einkaufzentrum und bietet somit geniale Bedingungen für einen längeren Aufenthalt. Selbst gute Restaurants würden in der Nähe liegen, erzählt man uns und Fahrrad- und Fußwege sind ebenfalls vorhanden. Ein paar Kilometer weiter liegt Aschbach. Kenner der Wohnmobilszene wissen, dass hier gleich drei der führenden Hersteller ihre Mobile fertigen. Concorde, Phoenix und Morelo liegen nur wenige Meter auseinander. Concorde in Aschbach bietet dabei als einziger Hersteller einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz für alle Wohnmobilfahrer an. In Schlüsselfeld ist der Platz nur für Morelo-Eigner kostenlos – es sei denn, man besucht das Gelände, um einen Morelo zu kaufen, dann sind die 15,- € verhandelbar. Ein Highlight haben wir uns für den Schluss der Reise aufgehoben. In Speyer liegt das Technikmuseum – und das ist wirklich spektakulär. Der nebenan liegende Stellplatz (24.- €/N) beinhaltet die V/E sowie Strom und Wasser so viel man braucht. Der Eintritt ins Museum wird dann mit 3.- € p.P. bezuschusst. Die Stellflächen sind großzügig bemessen, jedoch kratzt das Kuschelcamper wenig. Leider wird der Platz von einer gut befahrenen Landstraße beschallt. Die Start- und Landebahn des Flugplatzes wird dagegen nachts nicht benutzt. Das Technikmuseum bräuchte einen eigenen Bericht, denn was es hier zu sehen gibt, lässt sich in wenigen Worten nicht beschreiben. Vom IMAX-Kino über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Eisenbahn- und Verkehrstechnik reichen die Exponate. Von weitem sichtbar ist eine Boing 747 und die Antonow An 22. Nur so viel: Ein Tag ist fast zu wenig, um alles in Ruhe zu bestaunen. Zum absoluten Schluss fehlt dann noch der Abstecher über Herxheim. Kenner wissen: Hier fertigt die Firma Trauth & Söhne solche schwarzbraunen Dinger mit weißer köstlicher Schaumfüllung. Den alten lustigen Namen darf man ja nicht mehr sagen.☺ Wir beenden unsere Tour und diesen Bericht mit einem Resümee: Deutschland ist mehr als eine Reise wert! Eindeutig als Vorteil erweist sich dabei die Sprache. Bis auf wenige Ausnahmen verstanden wir alle Menschen ganz gut ☺. Nur das Wetter ist dagegen nicht so beständig wie im Süden. – Aber das sind wir ja seit 70 Jahren gewohnt, wobei die Klimaaktivisten jünger sind und nicht wissen können wie es früher war. Die nächsten Deutschlandtouren sind daher schon geplant und wir werden die Mitte und den Süden in Augenschein nehmen. Gute Tipps dafür sind gerne willkommen – ihr kennt ja jetzt unsere Vorlieben. 27

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR gefunden von Wolfgang Karius Bericht und Foto BNN vom 17.01.2024 Marius Merkel Stadt Bühl kooperiert mit dem Unternehmen Camping-Car Park ie Stadt Bühl hat ihren neuen Wohnmobilplatz in Betrieb genommen. Zentrumsnah und doch am Stadtrand gelegen, werden auf der Anlage zwischen dem Vereinsheim des TV Bühl und dem Ludwig-Jahn-Stadion nun 16 Stellplätze für Wohnmobile angeboten, teilte die Stadt Bühl mit. Die feierliche Eröffnung ist zu den Osterferien geplant. Betrieben wird der ganzjährig geöffnete Platz von Camping-Car Park (CCP). Das französische Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Netzwerke von Wohnmobilstellplätzen in Europa entwickelt und ist nun auch erstmals in Deutschland aktiv. Alle Stellplätze bieten die Versorgung mit Frischwasser und die Entsorgung des Brauchwassers und der Chemie-Toilette und haben für jedes Wohnmobil einen Stromanschluss. Der Platz wird von CCP per Remote überwacht und gesteuert, in einem Gefahrfall können die Nutzer telefonisch informiert und gewarnt werden. Ebenso stehen die mehrsprachig besetzten CCP-Serviceteams an 365 Tagen telefonisch für Fragen zur Verfügung. Die Standgebühr auf dem Bühler Wohnmobilstellplatz beträgt sechs Euro für fünf Stunden und zwölf Euro pro 24 Stunden. Der Zugang zum Gelände erfolgt über eine Schrankenanlage. Bezahlt wird nicht bar, sondern mit Karte. Hierfür müssen sich die Nutzer zunächst bei CCP registrieren – über deren Webseite oder App – und eine lebenslang gültige Karte für fünf Euro erwerben. Diese kann beliebig oft mit einem beliebig hohen Betrag entweder über das Internet oder telefonisch aufgeladen werden. Vom Stellplatz aus erreicht man ganz einfach das Zentrum von Bühl, wo man zwei bemerkenswerte Gebäude erwartet: die katholische Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ mit seinem 63 m hohen Turm, sowie das Rathaus. Der Johannesplatz bietet, mit seinen zahlreichen Cafés, Restaurants und originellen Boutiquen, einen ausgezeichneten Tagesausflug im ältesten und charmantesten Teil von Bühl. D WoMo-Stellplatz in Bühl ist in Betrieb Zwischen dem Vereinsheim des TV Bühl und dem Ludwig-Jahn-Stadion gibt es nun Stellplätze für Wohnmobile. 29

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 74 WIR gefunden von Wolfgang Karius Bericht und Foto BNN vom 24.01.2024 Helmut Heck Verschönerung des Rheinabschnitts bei Neuburgweier wird zu Langzeit-Projekt rische Luft zieht Ausflügler auch in den Wintermonaten ans Rheinufer. Es werden aber noch Jahre ins Land ziehen, bis sie auf einer Promenade flanieren dürfen. Um es in einer zur Sache passenden Redensart zu sagen: es wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen, bis sich der Bereich bei der Anlegestelle der Baden-Pfalz-Fähre bei Neuburgweier in eine Uferpromenade verwandelt, die diesen Namen verdient. Das Gelände gehört zur Gemarkung der Gemeinde Au am Rhein, wo man auch im Interesse der Nachbarstadt Rhein-stetten schon lange Gedanken über eine funktionelle und ansprechende Neugestaltung hegt. Bereits vor zwölf Jahren stellte der damalige Bürgermeister von Au am Rhein, Hartwig Rihm, einen Zusammenhang mit dem geplanten Polder „Bellenkopf/Rappenwört“ her. Seiner Nachfolgerin Veronika Laukart (CDU) ist es nun im Schulterschluss mit dem Gemeinderat gelungen, mit dem Land eine Abmachung über die Finanzierung des Uferareal-Umbaus zu treffen. Die Regelung ist in der Vereinbarung über Bau und Betrieb des Polders enthalten, die zwischen dem Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe als Bevollmächtigtem des Landes und der Gemeinde vor wenigen Wochen geschlossen wurde. In dem kurz vor Weihnachten besiegelten Papier taucht ziemlich am Schluss unter Paragraph 13 das Schlagwort „Aufwertung Rheinuferpromenade“ vor. Die Regelung besteht aus lediglich drei Sätzen, die sich für die Kommune als Gewinn lesen lassen. So geht aus den Formulierungen hervor, dass die Realisierung der Anlage „in enger Kooperation mit der Gemeinde“ erfolgen wird – ohne in deren Kasse zu greifen. „Die Kosten für die erstmalige Herstellung dieser Maßnahmen trägt das Land“, lautet die entscheidende Zusage. Mit den Ausgaben für spätere Pflege und Instandhaltung sieht es anders aus, aber wenigstens wächst dafür das Kommunalvermögen. „Die aufgewerteten Strukturen gehen nach Abschluss der Arbeiten in Eigentum und Unterhaltspflicht der Gemeinde über“, heißt es über den Besitz- und Kostenträgerwechsel. Was am Rheinufer genau gemacht werde, „können wir sagen“, betonte Bürgermeisterin Laukart im Gespräch mit dieser Redaktion eine gewisse Planungsfreiheit. Ein „Riesending“ werde man wohl nicht hinstellen, ging Laukart mit Blick auf Folgekosten und Hochwassergefahren von überschaubaren Ausmaßen aus. Sitzgelegenheiten, ein Spazierweg am Fluss entlang, Parkplätze, nicht zuletzt Stellflächen für Wohnmobile. Über Konkretes werde zu gegebener Zeit im Gemeinderat zu beraten sein. Bis das Thema auf die Tagesordnung findet, dürfte es noch eine Weile dauern. Mit dem Polderbau solle „von Karlsruhe her“ begonnen werden, berief sich Laukart auf die Zeitplanung des RP. Das Auer Gebiet käme demnach erst in der Endphase an die Reihe. F Land finanziert neue Uferpromenade 30

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